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Zum
vermutlich größten Einsatz Ihrer Geschichte
wurde die Ortsfeuerwehr FÖhrste am 04.06.2011
alarmiert.
Um
04:13 Uhr wurden die OF Föhrste über AE und
Sirene sowie die OF Alfeld über AE alarmiert.
Alarmmeldung war „Feuerschein im Bereich der
Sportanlage“. Allen Kameraden aus Föhrste war
klar, als Sie Ihre Häuser auf dem Weg zum
Feuerwehrhaus verließen, dass es sich nicht nur
um Feuerschein handelt, sonder über einen
ausgedehnten Brand. Im gesamten Ort, und auch in
Nachbarorten war das zerplatzen von
Ethernitplatten sowie mehrere kleinere
Detonationen zu hören.
Über
dem Sportheim stand eine ca. 100 Meter hohe,
dunkle Rauchsäule
Noch
vor dem Abrücken wurde die Alarmstufe um 2 Stufe
erhöht. Somit auch Einsatz für die 2. Schleife
der OF Alfeld und den 4. Zug der Stadt Alfeld
mit den Ortswehren Wispenstein, Imsen,
Röllinghausen und Gerzen.
Schon
auf der Anfahrt wurden neben den Fahrzeugen TLF
16 und DLK, die sowieso die Einsatzstelle
anfahren, das LF16/12, das TLF 8W und der SW2000
angefordert.
Bevor
wir die Lage an der Einsatzstelle beim
Eintreffen beschreiben, noch einmal kurz die
kalte Lage des Brandobjektes: Es handelt sich
dabei um eine Sporthalle mit Sportheim, und
angrenzendem Schützenhaus. Das Objekt liegt ca.
800 Meter außerhalb des Ortes und zu dem Objekt
führt eine 50er Stichleitung mit einem
Unterflurhydranten. Der Bau stammt aus den 70 er
Jahren.
1.Lage 4:20 Uhr bei Eintreffen: Sportheim im Vollbrand ,aus dem gesamten
Schützenhaus steigt
dicker schwarzer Rauch unter dem Dach
hervor, minimale Rauchentwicklung im Bereich des
Schornsteins der Sporthalle.
Erste getroffene Maßnahme: LF Föhrste Zugang
verschaffen zur Sporthalle über Stahltür auf der
Südseite und Vorbereitung eines Innenangriffes.
TLF Alfeld Brandbekämpfung über Monitor direkt
auf das Sportheim.
2. Lage ca.4:35 Uhr Schützenhaus durch gezündet.
Rauchentwicklung im Bereich der Sporthalle stark
Zugenommen .Laut Schützen befinden sich in einem
Panzerschrank Munition und eine
Sauerstoffflasche im Schießraum. Asbestplatten
zerplatzen rings um das Gebäude.
Weitere Maßnahmen: Nachdem die Wasserversorgung
durch den Zug zum LF Föhrste steht, Innenangriff
in die Sporthalle aufgenommen. Rückmeldung von
AT: Flammenwalzen rollen unter der
Hallendecke. Anweisung von EL: Sofortiger
Rückzug aus Gebäude. Keinen Innenangriff mehr
versuchen. LF Föhrste speist Wenderohr der DLK
Alfeld von der Westseite. Stellungswechsel der
DLK erforderlich auf Grund der enormen
Hitzestrahlung. Wasserversorgung zum TLF vor dem
Sportheim steht vom Kiesteich. Dort
Brandbekämpfung über mobilen Monitor.
Erweiterung der
Alarmstufe. Alarm für den 3. Zug der Stadt
Alfeld. RTW zur Eigensicherung und DLK Gronau
zur
Unterstützung angefordert. ABC Zug zwecks
Schadstoffmessung angefordert.1 Wenderohr, 2
Monitore, 3 B-Rohre und 2 C-Rohre im Einsatz.
3. Lage: Sporthallendach zündet durch. Gesamtes
Objekt steht im Vollbrand.
Maßnahmen: DLK Gronau an Nordseite im Bereich
des
Schützenhauses eingesetzt. Zuerst
Wasserversorgung über TLF8W Alfeld und TLF
Dehnsen.
Dann Wasserversorgung durch 3. Zug. Messungen
des ABC Zuges ergeben keine großen
Schadstoffkonzentrationen. Eingesetzte Rohre wie
vorhin zzgl. 1 Wenderohr DLK
4. Lage: Auf Grund der beginnenden
Sonneneinstrahlung wird der Brandrauch nach
unten gedrückt und zieht nun Richtung Süden. Zu
Einsatzbeginn zog er Richtung Nord-West.
Maßnahmen: Alle eingesetzten Kräfte im
Südbereich arbeiten unter Atemschutz. ELW wird
auf die ehem. ISV verlegt. Verpflegung wird in
der Landwirtschaftlichen Halle vorbereitet.
Radiodurchsagen für den Bereich Wispenstein bis
Winzenburg.
5. Lage: Brandintensität nimmt langsam ab Die
ersten Rohre werden zurück genommen. Löschwasser
gelangt über einen Graben in den Kiesteich.
Schimmer auf ablaufendem Löschwasser.
Maßnahmen: Mit 2 Rundballen von einem
ansässigen Landwirt wird der Graben aufgestaut.
Im Bereich des Einlaufes in den Kiesteich wird
eine Ölsperre errichtet. Ein Saugwagen wird
bestellt und die untere Wasserbehörde
informiert. ABC Zug nimmt Proben von dem
ablaufenden Wasser.THW wird angefordert um an
Brandnester im Inneren des Gebäudes zu kommen,
da das Gebäude nicht zu betreten ist.
6. Lage: Nachdem öffnen der Dächer durch das
THW werden die letzten Brandnester abgelöscht.
Ein Herr von
der Unteren Wasserbehörde trifft an der
Einsatzstelle ein und befindet alle getroffenen
Maßnahmen für ausreichend und verlässt die
Einsatzstelle wieder. Nach und nach werden die
OF aus dem Einsatz herausgezogen, verpflegen
noch einmal und rücken dann in die Standorte
ein.
LF Föhrste bleibt bis 15:30 Uhr als
Brandsicherheitswache vor Ort.
Eingesetzte Fahrzeuge: LF8/6, ELW, GW,
TLF16/24, LF16/12,DLK23-12, Sw2000, GW-N,
GW-G,ELW, TLF8W, TLF16, LF8/6, 9x TSF, DLK 23-12
Gronau, THW mit Bagger.
Bei dem Einsatz waren 140 Feuerwehrkameradinnen
und Kameraden der Feuerwehr und 8 Kameraden des
THW´s im Einsatz.
Außerdem
waren an der Einsatzstelle der Stadtbrandmeister
und sein Stellv., der Abschnittsleiter und sein
Stellv., der Bürgermeister, das Ordnungsamt, 2
Streifenwagen der Polizei, der Bahnmanager und
der Baubetriebshof.
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